Rudolfshütte, vom 26. – 31. August 2025
Ende August war es wieder soweit, die Berge der Alpen riefen. Diesem Ruf folgten vom 26. bis 31. August Ferdinand Böhringer, Georg Körner, Jens Herbolzheimer, Wolfgang Ebster, Josef Buchsteiner und Manfred Habermann. Unser diesjähriges Ziel war das auf rund 2315m gelegene Berghotel Rudolfshütte, welches ausschließlich über eine Seilbahn oberhalb von Uttendorf erreicht werden kann.

Da die morgendliche Anfahrt mit dem gemieteten Bus wieder an Ellmau vorbeiführte, war die Wochenbrunner Alm, wie bereits im Vorjahr, unsere erste Wahl für ein typisches Tiroler Mittagessen. Bei schönstem Bergwetter genossen wir die Aussicht auf den Wilden Kaiser.

Über Kitzbühel und Jochberg führte unser Weg ins Salzburger Land vorbei an Mittersill nach Uttendorf und anschließend noch 17km hoch zum Enzingerboden, wo schon die Seilbahn und unsere Bergfexen Wolfgang und Sepp auf uns warteten. Wegen der Schönwetterlage mussten wir nicht (wie es in grauer Vorzeit schon einmal passierte) mit einem Ausfall der Seilbahn rechnen und erreichten nach gut 20min wohlbehalten unser Ziel.


Nach Bezug der Zimmer wurde die herrliche Lage des Hotels inmitten beeindruckender Bergkulisse und das türkis schimmernde Wasser des Weißsees bewundert. Da die Wetterprognose für den nächsten Tag noch bestes Wanderwetter versprach, wurde als erstes Ziel der 2762m hohe Medelzkopf vereinbart. Die sternklare und dunkle Bergnacht war wie geschaffen, um das Smartteleskop aufzubauen und ein geeignetes Himmelsobjekt war mit dem Rosettennebel im Sternbild Einhorn schnell gefunden.

Nach einem reichhaltigen Frühstück wurden die Wanderschuhe geschnürt, kleiner Proviant und Gipfelschnaps in den Rucksack gepackt und los gings Richtung Süden.


Über weite Geröllfelder mit teilweise riesigen Felsbrocken und tiefen Spalten ging es Schritt um Schritt Richtung Gipfel. Die Wegmarkierungen waren teilweise nur schwer zu entdecken und so manches Mal zwang eine Sackgasse zur Rückkehr. Zur Mittagszeit war es dann aber geschafft, und der Ausblick ließ den mühsamen Aufstieg schnell vergessen.





Auch der Rückweg gestaltete sich keinesfalls einfach und des Öfteren waren die Wanderstöcke eher hinderlich. Schlussendlich kamen wir alle wohlbehalten wieder im Hotel an und konnten die Zeit bis zum Abendessen mit einem gepflegten Schafkopf gut überbrücken. Dank einer besonderen Spielregel wurde der Schafkopf kurzerhand in Zirbenkopf umgetauft.
Leider meinte es der Wettergott in den folgenden Tagen nicht besonders gut mit uns, ab Donnerstag waren Windböen von bis zu 120km/h angesagt, die Temperaturen fielen merklich und oberhalb 2500m sollte es Neuschnee geben. So waren für die nächsten Tage nur kurze Strecken vorgesehen und manch einer fand so Zeit, seinen Muskelkater auszukurieren.
Hier noch ein paar Eindrücke dieser Kurztouren sowie einer Begegnung der besonderen Art.




Pünktlich zum Rückreisetag am Sonntag schien dann wieder die Sonne und wir legten noch einen Mittagsstopp im Gasthof Liebenberg (Uttendorf) ein, um die leckeren, originalen Pinzgauer Kasnocken zu probieren. Laut Aussagen anwesender Experten fehlte allerdings der „Prinzn“, der angebräunte Pfannenbodenbelag. Geschmeckt hat uns die sehr reichliche Portion aber allemal.
Die Heimreise verlief dann ohne große Schwierigkeiten und es laufen auch schon wieder die Vorbereitungen für die nächste Alpentour 2026, hoffentlich mit einer etwas größeren Gruppe bei schönerem Wetter. Nicht dass wir unsere Schafkopfkarten wieder pfeffern müssen!
